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Der letzte Spieltag in der Gruppenphase – Noch sind acht Plätze für die nächste Runde zu vergeben

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Noch vor dem zweiten Advent werden einige Fußball-Fans Kerzen anzünden, um ihren Verein zu unterstützen, damit dieser in der Europa League überwintert. Vor dem letzten Spieltag haben sich schon sechzehn Teams für die nächste Runde qualifiziert. Mit dem Abrutschen der Drittplatzierten aus jeder Champions-League Vorrundengruppe kommen acht weitere Mannschaften hinzu, die nächstes Jahr in der Zwischenrunde stehen. Doch noch fehlen acht Teilnehmer für diese. Wer hat die besten Chancen aufs Überwintern in dem Wettbewerb? Wir geben einen Überblick über die Chancen der einzelnen Vereine. Auch ein deutscher Klub kann sich noch berechtigte Hoffnungen machen. 

Roter Stern Belgrad – 1. FC Köln

Siegquoten: Belgrad (2.30) – Köln (3.10)

Geheimtipp:  Gesamttore unter 1.5 (3.20)

Empfohlene Wette: Köln gewinnt (3.10)

Als einzige deutsche Mannschaft hat der 1. FC Köln die Chance in der Europa League weiterzukommen. Ausgerechnet die Kölner werden sich einige denken. In der Bundesliga bekommen sie kein Bein auf den Boden und warten noch immer auf ihren ersten Sieg. Gerade einmal zwei magere Punkte weisen sie nach dreizehn Spieltagen auf. Die letzten vier Spiele gingen allesamt verloren, doch in Europa konnten sie die vergangenen beiden Begegnungen für sich entscheiden. Deshalb besteht auch noch die Hoffnung auf ein Weiterkommen. Dabei treffen die Kölner auf das punktgleiche Team Roter Stern Belgrad. Das Hinspiel konnten die Serben mit 1:0 gewinnen. Ein Punkt würde dem FC nicht ausreichen, drum muss er unbedingt auf Sieg spielen. Sollten sie drei Punkte aus Serbien mitnehmen, kommen sie definitiv eine Runde weiter. Geduld müssen sie auf jeden Fall mitbringen, denn Belgrad kassierte in der laufenden Gruppenphase erst zwei Gegentreffer. Allerdings schossen sie selber auch nur zwei Tore. Von daher könnte Roter Stern auch schon ein Remis reichen, um in die Zwischenrunde zu kommen. Doch darauf dürfen sie sich nicht verlassen, schließlich kann noch eine weitere Mannschaft in der Gruppe H weiterkommen. Wie heißt es so schön, wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. BATE Borisov hat zwar von allen drei Teams die schlechteste Ausgangsposition, aber chancenlos sind sie nicht. Die Weißrussen ziehen in die nächste Runde ein, wenn sie ihr Spiel gegen den FC Arsenal gewinnen und es in der Partie Roter Stern Belgrad gegen den 1. FC Köln keinen Sieger gibt. Ihnen könnte entgegen kommen, dass der FC Arsenal schon die Gruppe für sich entscheiden konnte und nicht mit der ersten Elf antreten wird. Jedoch haben sie es nicht mehr in der eigenen Hand.

 

Direktduelle ums Weiterkommen:

Slavia Prag – FC Astana

Siegquoten: Prag (1.80) – Astana (4.60)

Geheimtipp: Heimteam trifft in der 1. Halbzeit (1.85)

Empfohlene Wette: Beide Teams treffen (2.05)

In der Gruppe A kommt es zu einem direkten Duell, um den Einzug in die nächste Runde. Der Sieger in dieser Begegnung wird in der Europa League überwintern und darf auf weitere Prämien hoffen. Dabei hat Slavia Prag die bessere Ausgangsposition. Sie liegen mit einem Punkt Vorsprung vor Astana. Das hieße selbst ein Remis würde den Tschechen reichen. Doch auf den knappen Vorsprung können sie sich auf keinen Fall ausruhen. Der FC Astana wird ihnen alles entgegensetzen, um sie in der Tabelle zu überholen.
Der tschechische Meister wird wieder auf einen guter Spielbeginn setzen und versuchen früh in Führung zu gehen. In vier von fünf Partien erzielten sie bereits in der ersten Hälfte mindestens einen Treffer, bei der anderen blieben sie komplett ohne Torerfolg. Ein frühes Tor würde ihnen sehr in die Karten spielen, da die Gäste im Anschluss viel offensiver zu Werke gehen und Konter in Kauf nehmen müssten. Doch sollte man die Kasachen auf keinen Fall unterschätzen. Bisher konnten sie in jedem Euro-League-Spiel treffen. Fast zwei Tore pro Partie schenken sie dem Gegner ein. Ob dies auch im letzten Gruppenspiel eintreffen wird, ist schwer vorauszusagen, da der Ligabetrieb in Kasachstan seit Anfang November abgeschlossen ist. Erneut konnte sich der FC Astana die Meisterschaft sichern, doch hatten sie seitdem nur ein Spiel. Das ging gegen den FC Villareal verloren. Die fehlende Spielpraxis wird man ihnen mit Sicherheit anmerken.

Austria Wien – AEK Athen

Siegquoten: Wien (2.65) – Athen (2.65)

Geheimtipp: AEK gewinnt trotz 0:1 Handicap (5.30)

Empfohlene Wette: Gesamttore über 3.5 (3.10)

Auch in der Gruppe D kommt es zu einem Endspiel, um den zweiten Tabellenplatz. Der griechische Hauptstadtklub hat dabei einen Vorsprung von drei Punkten auf den österreichischen Kontrahenten. Aufgrund des Remis im Hinspiel kann die Austria mit einem Sieg in Sachen Punkten aufschließen, hätte dann allerdings den direkten Vergleich für sich entschieden. Doch schaut man sich das bisherige Abschneiden der Wiener an, könnte es zu einem fast aussichtslosen Unterfangen werden. Von allen Teams in der Gruppenphase haben sie die zweitmeisten Gegentreffer kassiert, sechzehn Stück in fünf Spielen. Einzig Vardar Skopje aus Mazedonien musste ein Tor mehr hinnehmen. Wenn sich das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft  nicht verbessert, dürften sie keine Chance haben. Mit AEK Athen kommt ein Verein, der noch ungeschlagen im diesjährigen Wettbewerb ist. Zwar konnten sie erst einmal gewinnen, doch zwei ihrer vier Unentschieden erfolgten gegen den AC Mailand. Gegen den italienischen Vertreter kassierte die Austria alleine zehn Tore. Ein weiteres Remis dürfte den Griechen gerade Recht kommen, schließlich wären sie somit eine Runde weiter. Sie dürften auch nicht in Hektik verfallen, sollten sie in Rückstand geraten. Schon zweimal konnten sie erfolgreich ein Spiel drehen und sich wertvolle Punkte sichern.

Zorya Luhansk – Athletic Bilbao

Siegquoten: Luhansk (4.60) – Bilbao (1.75)

Geheimtipp: Unentschieden (3.50)

Empfohlene Wette: Bilbao gewinnt (1.75)

Zu einem letzten Entscheidungsspiel kommt es ebenfalls in der Gruppe J. Leider musste auch hier schon der deutsche Vertreter, die Hertha aus Berlin, vorzeitig die Segeln streichen. Um einen verbleibenden Startplatz in der Zwischenrunde duellieren sich Zorya Luhansk aus der Ukraine und der spanische Klub Athletic Bilbao. Die Basken haben den Ausgang im Tableau in eigener Hand und reisen mit einem Vorsprung von zwei Punkten in die Ukraine. Doch den zu verwalten, dürfte ihnen nicht in den Sinn kommen. Auf einen Punktgewinn zu spielen, birgt viele Risiken. Bilbao wird das Spiel mit Bedacht angehen und versuchen den Gegner möglichst weit weg vom eigenen Tor zu halten. Sollte ihnen dabei ein eigener Treffer gelingen, dürfte es schon das sichere Weiterkommen bedeuten. Schließlich konnte Luhansk bisher nur magere drei Tore erzielen. Dies spricht nicht gerade für ihre Offensive. Zwar konnten sie das Hinspiel für sich entscheiden, doch war Bilbao das aktivere und bessere Team. Die Niederlage kam sehr unglücklich zu Stande. Gewarnt sein dürften sie allemal vor dem Gegner. Es könnte auch anders kommen und die Spanier setzen ihren Auswärtstrend fort und spielen wieder Remis. Daheim gewann Luhansk eine Partie, die andere ging verloren. Auch ihnen fehlt nur noch ein Unentschieden zu einer ausgeglichenen Bilanz.

 

Drei Mannschaften haben noch Chancen:

Kampf um Platz Zwei in der Gruppe I

In der Gruppe I kommt es zu einem Dreikampf um den zweiten Platz. Aktuell belegt diesen der französische Verein Olympique Marseille. Dahinter liegt der türkische Vertreter Atiker Konyaspor gefolgt von den Portugiesen von Vitoria Guimaraes. Dabei kommt es am letzten Spieltag zum direkten Duell des Dritt- gegen den Viertplatzierten. Doch beiden Mannschaften könnte ein Sieg nicht reichen, denn Marseille hat alles in der eigenen Hand und somit die beste Ausgangslage. Ihnen würde schon ein Punktgewinn reichen. Die Franzosen empfangen im heimischen Stade Vélodrome das bereits qualifizierte RB Salzburg. Die Österreicher können sich den Luxus erlauben nicht mit der besten Mannschaft anzutreten, da der Gruppensieg gesichert ist. Dadurch könnte die zweite Partie in der Gruppe zum Spiel um die Goldene Ananas werden. Zwar werden beide Mannschaften alles geben, um ihre minimalen Chancen aufrecht zu erhalten, doch sind sie auf Schützenhilfe angewiesen. Beide Vereine müssen auf Sieg spielen und darauf hoffen, dass Marseille verliert. Konyaspor würde bei einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage von Olympique, in Sachen Punkte an den Franzosen vorbeiziehen. Vitoria Guimaraes wäre bei einem Sieg und einer Niederlage von Marseille punktgleich, doch haben sie den direkten Vergleich für sich entschieden und würden deshalb in die Zwischenrunde kommen. Es wird zu einem sehr spannenden letzten Spieltag in der Gruppe I kommen.

Drei Teams wollen weiter – doch nur zwei Plätze sind zu vergeben

Auch in der Gruppe F kommt es zu einem spannenden Dreikampf. Dabei geht es sowohl um den Gruppensieg, als auch um den zweiten Platz, der zum Weiterkommen berechtigt. Involviert in das Duell sind der dänische Doublesieger FC Kopenhagen, der russische Pokalsieger Lokomotive Moskau, sowie der moldawische Doublesieger und derzeitige Tabellenführer Sheriff Tiraspol. Die erfolgversprechendste Aussicht auf die Zwischenrunde hat dabei Lokomotive Moskau. Die Russen treten beim noch sieglosen FC Zlin an. Das Hinspiel gegen den tschechischen Pokalsieger konnten sie mit 3:0 für sich entscheiden. Sollten sie erneut gewinnen, ziehen sie definitiv in die nächste Runde ein. Doch selbst ein Remis oder eine Niederlage könnten ausreichen, wenn der FC Kopenhagen das Parallelspiel nicht gewinnt.  Ihre Partie müssen die Männer aus Kopenhagen gewinnen, wenn sie weiterhin in der Europa League spielen wollen. Jedes andere Resultat bedeutet für sie das endgültige Aus. Für den aktuellen Spitzenreiter dieser Gruppe kann dagegen jedes Endergebnis reichen. Sollte Sheriff Tiraspol punkten, ob ein Sieg oder Remis, verbleiben sie im Wettbewerb. Doch auch eine Niederlage gegen Kopenhagen könnte keine Konsequenzen nach sich ziehen, wenn in der anderen Partie Lokomotive Moskau nicht gewinnt. Auch hier lohnt sich ein eifriges mitfiebern.

Gruppensieg Lokomotive Moskau: 1.85

Gruppensieg FC Kopenhagen: 3.50

Gruppensieg Sheriff Tirapspol: 3.50

Fernduell in der Gruppe C

Auch wenn die TSG Hoffenheim am vergangenen Spieltag alle Möglichkeiten in ihrer Gruppe verspielt hat, könnte sie noch am Ausgang entscheidend beteiligt sein. Sie treffen auf den bulgarischen Vertreter PFK Ludogorets Razgrad. Aktuell steht das Team auf dem zweiten Tabellenplatz und wäre eine Runde weiter. Doch sie können noch verdrängt werden und zwar von Basaksehir Istanbul. Auch wenn die Türken drei Punkte Rückstand aufweisen, besteht die Möglichkeit doch noch an Ludogorets vorbeizuziehen. Dabei kommt ihnen zu Gute, dass sie den direkten Vergleich gegenüber den Bulgaren gewinnen konnten. Doch den Rückstand von drei Punkten aufzuholen gleicht einer Mammutaufgabe. Zuerst einmal muss Istanbul die eigenen Partie gegen den SC Braga gewinnen und zeitgleich auf die Schützenhilfe der TSG hoffen. Die Herausforderung Braga zu besiegen ist schon schwer genug, nicht nur die Hinspielniederlage dient als Beispiel, sondern auch die beiden Begegnungen der Hoffenheimer gegen die Portugiesen. Braga muss nichts fürs Spiel machen, da sie schon eine Runde weiter sind, doch sind sie für ihre Konterstärke absolut bekannt. Vorsicht wird geboten sein. Hingegen hat Razgrad alles in der eigenen Hand. Sobald sie auch nur einen Punkt aus der SAP-Arena mitnehmen, ziehen sie in die Zwischenrunde ein. Spannend wird es nur, wenn sie sich dem deutschen Teilnehmer geschlagen geben müssen. Dazu werden sie mit Sicherheit immer ein Auge auf das Parallelspiel in Istanbul haben, um über alle Ereignisse in Kenntnis zu sein.

Gruppensieg Ludogorets Razgrad: 5.00

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