Super WM

Welche Nationalmannschaft würde eine Super-WM gewinnen?

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Die Fußball-Weltmeisterschaft ist zweifelsohne das bedeutendste Fußballturnier der Welt. Jeder Profi träumt davon, einmal mit seinem Land die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Insgesamt 20 WM-Turniere wurden seit 1930 ausgetragen. Kommenden Sommer findet in Russland die 21. Ausgabe der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Bisher schafften es lediglich acht Mannschaften, den WM-Titel zu gewinnen. Zahlreiche Fußballfans weltweit stellen sich immer wieder die Frage, wer unter diesen acht Siegern bei einer "Super-WM" am Ende vorne liegen würde. Wir haben uns etwas näher mit dieser Frage beschäftigt und wagen einen Ausblick.

Kommenden Sommer ist es wieder soweit; dann findet in Russland die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft statt. Es wird die insgesamt die 21. Ausgabe des Turniers sein und die Vorfreude bei den Fans auf die WM 2018 ist immens. Während sich viele Experten und Fußballfans mit der Frage beschäftigen, wer der zukünftige Weltmeister wird, wollen wir uns etwas näher mit den bisherigen Titelträgern beschäftigen. Genauer gesagt wollen wir der Frage auf den Grund gehen, welche der bisherigen acht Weltmeister-Nationen sich bei einer Super-WM den Titel sichern würde.

Rekordweltmeister Brasilien gehört immer zu den Favoriten

Mit fünf Titelsiegen ist Brasilien der amtierende Rekordweltmeister. Die Selecao prägt seit über 80 Jahren den internationalen Fußball wie kaum eine andere Nation. Brasilien hat Superstars wie Pele, Romario, Ronaldo, Ronaldinho und Neymar hervorgebracht. Auch wenn der letzte Titelerfolg bereits knapp 16 Jahre zurückliegt, gehört Brasilien bei jeder WM zum absoluten Favoritenkreis.

Angeführt wird die brasilianische Nationalmannschaft derzeit von Neymar. Der 25-jährige Flügelstürmer von Paris Saint-Germain ist seit diesem Sommer nicht nur der teuerste Spieler der Welt, sondern auch der Dreh- und Angelpunkt in der Nationalmannschaft. Wie sehr Brasilien von Neymar abhängt, hat man 2014 bei der Heim-WM deutlich gemerkt. Nach dem verletzungsbedingten Aus im Viertelfinale, kassierte Brasilien ohne Neymar eine herbe 1:7-Klatsche gegen Deutschland. Wenn man jedoch ehrlich ist, verfügt Brasilien auf dem Papier über keine echte Schwachstelle in seinem Kader. Egal ob mit Philippe Coutinho (FC Liverpool) oder Gabriel Jesus (Manchester City) in der Offensive, oder mit Thiago Silva und Marquinhos (beide Paris Saint-Germain) in der Defensive, Brasilien hat auf allen Positionen so viel Qualität. Selbst im Tor, der bis dato stets größten Baustelle, hat man mit Ederson (Manchester City) mittlerweile einen absoluten Top-Mann zwischen den Pfosten stehen.

Deutschland und sein unerschöpflicher Pool an Nachwuchsspielern

Mit insgesamt vier WM-Titeln ist Deutschland hinter Brasilien die zweiterfolgreichste Nationalmannschaft in der WM-Historie. Darüber hinaus ist die DFB-Elf der amtierende Titelträger und gehört seit Jahren zur absoluten Weltspitze. Nach den Titelerfolgen von 1990 bzw. 1996 gab es einen kleinen "Erfolgs-Einbruch" für die deutsche Elf. Erst mit der Heim-WM 2006 und zahlreichen Veränderungen in der Jugendarbeit hat sich Deutschland nach und nach wieder ganz nach oben gearbeitet. Mittlerweile gehört die deutsche Bundesliga nicht nur zu den besten Fußball-Ligen der Welt, auch die Jugendarbeit in Deutschland ist absolut weltmeisterlich. Es gibt kaum ein Land was in den vergangenen Jahren so viele Spieler aus dem Nachwuchsbereich bei den Profis etabliert hat wie Deutschland. Hierzu gehören auch die Weltmeister von 2014 – Spieler wie Manuel Neuer, Thomas Müller, Jerome Boateng, Toni Kroos, Mesut Özil oder Mario Götze. 

Aber die neue Generation steht bereits in den Startlöchern und ist jetzt teilweise schon Bestandteil der A-Nationalmannschaft. Hierzu gehören Profis wie Leroy Sane, Timo Werner, Leon Goretzka oder Joshua Kimmich. All diese Spieler sammeln mit ihren Vereinen bereits in jungen Jahren internationale Erfahrung in der UEFA Champions League und heben damit zwangsläufig auch die deutsche Nationalmannschaft auf ein neues Level.

Die Squadra Azzurra ist eine echte Turniermannschaft

Ähnlich wie Brasilien und Deutschland wird auch Italien vor großen Turnieren wie Europa- und/oder Weltmeisterschaften immer wieder zum absoluten Favoritenkreis gezählt. Der viermalige Weltmeister verfügt auf den ersten Blick derzeit sicherlich nicht mehr über die ganz großen Namen wie in den 90ern, dennoch ist die Squadra Azzurra bei Turnier stets brandgefährlich. Kaum eine andere Nation versteht sich so gut für ein Turnier vorzubereiten wie Italien. Nicht umsonst genießt man den Ruf einer sog. "Turniermannschaft".

Italien war und ist nach wie vor sehr taktisch geprägt. Die mannschaftliche Geschlossenheit und das hohe Spielverständnis sind die beiden größten Stärken der italienischen Mannschaft. Wer gegen Italien mit 0:1 in Rückstand gerät, weiß wie schwer es ist, das Spiel nochmals zu seinen Gunsten zu drehen. Hinzu kommen "Einzelkünstler" wie Andrea Pirlo in der Vergangenheit oder aktuell Lorenzo Insigne (SSC Neapel) und Federico Bernardeschi (Juventus Turin).

Argentinien mit Superstar Lionel Messi

​Der letzte argentinische WM-Triumph liegt bereits über 30 Jahre zurück. Obwohl die Albiceleste mit Blick auf den aktuellen Kader sicherlich Mannschaften wie Deutschland oder Brasilien in nicht viel nachsteht, tut man sich schwer, die ganz großen Erfolge der Vergangenheit zu wiederholen. 2014 in Brasilien stand man kurz davor den dritten WM-Titel zu gewinnen, verlor jedoch knapp gegen Deutschland im Finale. Auffällig ist, dass Superstar Lionel Messi in der Nationalmannschaft seine Spielstärke nicht so entfalten kann wie beim FC Barcelona. Seit Jahren gibt es in Argentinien bereits Diskussionen darüber weshalb dem so ist, eine wirkliche Antwort darauf hat bisher jedoch noch niemand gefunden.

Mit Paulo Dybala (Juventus Turin) und Mauro Icardi (Inter Mailand) hat Argentinien allerdings zwei junge Spieler in seinen Reihen, welche sicherlich auch in Zukunft dazu beitragen werden, dass man bei Fußball-Weltmeisterschaften ein Wörtchen mitreden kann.

Uruguay sehnt sich nach den alten Zeiten

Auch Uruguay wartet schon lange Zeit auf einen erneuten Triumph bei einer Weltmeisterschaft. Nach dem Sieg bei der Heim-WM 1930, der ersten WM-Endrunde überhaupt, und dem Titelgewinn von 1950 sind fast 70 Jahre vergangenen. Uruguay hat in dieser Zeit seinen Status als "Fußballmacht" sicherlich eingebüßt, dennoch hat das Land mit Spielern wie Luis Suarez (FC Barcelona) oder Edison Cavani (Paris Saint-Germain) absolute Superstars in seinen Reihen. Mit Blick auf die gesamte Kaderbreite kann man jedoch nicht wirklich mit Teams wie Deutschland, Brasilien oder Italien mithalten.

Die Three Lions hoffen auf Harry Kane

England gehört zu jenen Mannschaften, die vor jedem großen Fußball-Turnier zum Favoritengreis gezählt werden, die diese Erwartungen jedoch nie erfüllen können: Der letzte WM-Erfolg liegt über 50 Jahre zurück. An Talent fehlt es der englischen Nationalmannschaft sicherlich nicht, denn Spieler wie Dele Alli (Tottenham Hotspur), Raheem Sterling oder John Stones (beide Manchester City) sind unter 25 Jahre alt und spielen bereits bei absoluten Top-Klubs.

Die größten Hoffnungen ruhen jedoch auf Harry Kane. Der 24-jährige Stürmer von den Tottenham Hotspur gilt als der "neue Superstar" auf der Insel und könnte auch die Three Lions mit seinen Toren erneut zu den großen Erfolgen der Vergangenheit führen.

Frankreich und Spanien haben bereits gezeigt, dass sie es können

Zu guter Letzt werfen wir noch einen Blick auf Spanien und Frankreich. Zwei Nationalmannschaften, die sich jeweils einen Weltmeistertitel sichern konnten. Während Spanien von 2008 bis 2012 den (Welt)Fußball dominierte, hatte Frankreich seine goldenen Ära Ende der 90er-, Anfang der 2000er-Jahre.

Beide Mannschaften bestechen mit Spielern wie Antoine Griezmann (Frankreich) oder Isco (Spanien) durch eine einzigartige Offensivpower und können gegen jede Mannschaft der Welt ein Tor erzielen. Gepaart mit einer stabilen Defensive kann es sogar bis zu einem Titel führen. 1998 schaffte Frankreich dies bei der Heim-WM und Spanien triumphierte 2010 in Südafrika.

Fazit

Welches Fazit kann man ziehen, wenn man sich die bisherigen acht WM-Titelträger anschaut? Alle acht Mannschaften werden sicherlich auch in Zukunft, z.B. bei der WM 2018 in Russland, für Furore sorgen. Mit Blick auf die jüngeren Erfolge und die aktuelle Formkurve dürften Brasilien, Deutschland und Spanien bei einer Super-WM derzeit den Titel jedoch unter sich ausmachen.

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