Warum sollte man ManU im Auge behalten?

Premier League: Warum sollte man Manchester United im Auge behalten?

Lange ist es her, dass Manchester United die Premier League als Sieger beenden konnte – um genauer zu sein zuletzt 2012/13. Durch namhafte Transfers und Taktikfuchs Mourinho jedoch könnte der prestigeträchtige Club dieses Jahr in der englischen Meisterschaft endlich wieder ein Wörtchen mitzureden haben! Warum ist ManU reif für den 21. Meistertitel der Vereinsgeschichte? 

Der Saisonstart ließ aufhorchen

4:0! So lautete das Endresultat der Auftaktpartie von Manchester United gegen West Ham United und beförderte ManU auf direktem Wege an die Tabellenspitze der Premier League. Dort würde das Team von José Mourinho nun am liebsten Wurzeln schlagen. Welches Fazit lässt sich nach dem ersten Spiel der Saison ziehen und was genau macht Manchester United in dieser Spielzeit zu einem brandheißen Titelanwärter auf der Insel? (3.75-Quote)

Matic

Sehen wir uns zunächst an, wie die Neuzugänge das Spiel der Red Devils positiv beeinflussen. Letzte Saison musste der Rekordtransfer von ManUtd – Paul Pogba – des Öfteren nach hinten mit aushelfen, was ihm aber bekanntlich nicht wirklich liegt. Durch den Transfer von Nemanja Matic hat Pogba nun eine zusätzliche defensive Absicherung hinter sich und kann seine eigentliche Stärke – das Offensivspiel – weitaus besser forcieren. Dies zeigte sich nicht zuletzt beim Premier League Auftaktmatch gegen West Ham United, als dem Franzosen sogar ein ansehnlicher Treffer gelang.

Doch inwieweit kann Matic der Mannschaft noch helfen? Neben Pogba profitiert die gesamte Viererkette der Red Devils vom Transfer des großgewachsenen Serben, welcher mit Chelsea unter Trainer Mourinho bereits die englische Meisterschale holen konnte. Gefühlt jeden Zweikampf entschied Uniteds Nummer 31 gegen West Ham für sich und sorgte so dafür, dass die Abwehrreihe um Eric Bailly und Co. einen vergleichsweise ruhigen Abend erlebte. Auch Torwart David De Gea musste nur einen einzigen Schuss auf seinen Kasten abwehren. Kein Wunder also, dass der spanische Keeper zum Saisonauftakt eine weiße Weste bewahren konnte. Was in der ersten Begegnung noch auffiel – auch bedingt durch „Aggressive Leader“ Matic – war die hohe Zahl an kleinen taktischen Fouls, ganze 19 an der Zahl! Mit dieser körperbetonten Spielweise verfolgt die Mannschaft das Ziel, den Spielfluss des Gegners möglichst früh zu unterbinden und die Taktik scheint Früchte zu tragen.

Lukaku

Neben Matic wurde auch der „Belgische Hulk“ Romelu Lukaku (3.50-Quote für die Torjägerkrone) vom FC Everton nach Manchester gelotst. Knappe 85 Millionen € ließ sich United den Spaß kosten. Nun stellt sich die Frage: Ist der bullige Stürmer das Geld wert? Definitiv! Er verändert die Spielweise von ManU, indem er den Ball vorne festmacht, um ihn dann an die freistehenden Mitspieler zu verteilen. Dadurch, dass Lukaku immer mindestens zwei gegnerische Abwehrspieler bindet, schafft er es, Räume für seine Teamkameraden aufzureißen. Nicht nur deshalb blühen Flügelspieler wie Marcus Rashford oder Henrikh Mkhitaryan in dieser Saison bei United auf wie vielleicht noch nie zuvor! Doch Romelu Lukaku kann weitaus mehr als nur Bälle im Sturm festzumachen und sie an die Mitspieler zu verteilen. In der Vorbereitung traf der physisch starke Angreifer beinahe in jeder Partie und im Auftaktspiel der Premier League gelang ihm sogar ein Doppelpack. Neben seiner Bedeutung für die Ballbehauptung brilliert der 24-Jährige Stürmer also zusätzlich mit seiner Torgefahr und Kopfballstärke. Der Tormangel der Vorsaison scheint durch den belgischen Nationalspieler ein Ende gefunden zu haben! Und die Standards der Red Devils haben in dieser Saison nun endlich wieder einen angemessenen Abnehmer, der etwas mit hohen Zuspielen anzufangen weiß. Wie angegossen passt Lukaku in das 4-2-3-1 von ManU und dürfte aufgrund seiner Statur sicherlich jeden Gegner das Fürchten lehren.

 

Mourinho ist ein kluger Fuchs

Mourinho

Jeder Fan des FC Chelsea (8.00-Meisterquote) wird sich gerne an die glorreiche Zeit unter Trainer José Mourinho zurückerinnern. Das liegt daran, dass der Portugiese den Londoner Club zu drei Meisterschaften in England führte – zuletzt 2014/15. Anders als bei Chelsea jedoch klappte es mit dem Gewinn der Premier League für Mourinho in Manchester nicht auf Anhieb! Das dürfte den erfolgsverwöhnten 54-Jährigen sicher wurmen und daher will er in dieser Spielzeit auch die Red Devils zum Triumph in Englands höchster Spielklasse führen. Welche Parallelen lassen sich zwischen Chelsea unter Mourinho und dem jetzigen Manchester United ziehen? Stichwort Didier Drogba: Wer den Ivorer kennt, weiß, dass er ein ähnlicher Spielertyp wie der neu verpflichtete Romelu Lukaku ist. Neben der massiven Statur gleicht der mittlerweile 39-Jährige Drogba Lukaku in vielerlei Hinsicht. Auch Drogba verfügte in seiner Chelsea-Zeit über einen wahnsinnigen Bums - sowohl links als auch rechts - und konnte wie Lukaku den Ball im Angriff durch seine Physis behaupten. Zusätzlich dazu strahlte der Ivorer mit Fuß und Kopf in gleichem Maße wahnsinnige Torgefahr aus und konnte bereits in seiner Debüt-Saison zehn Treffer und fünf Assists zur Meisterschaft beitragen.

Kein Wunder also, dass der schlaue Fuchs Mourinho einen ähnlichen Stürmertyp wie Drogba verpflichten wollte. Mit Romelu Lukaku ist ihm dies auf eindrucksvolle Weise gelungen und der dabei verfolgte Plan des portugiesischen Trainers scheint aufzugehen. Schlägt der belgische Stürmer ähnlich ein, wie Didier Drogba in der Saison 2004/05, wird ManU nur schwer aufzuhalten sein! Wenn José Mourinho Manager des Jahres in der Premier League werden sollte – was im Falle eines Titelgewinns sehr wahrscheinlich ist – winkt eine sensationelle 5.00-Quote!

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